Fahrwerk

Nachdem uns das Zeugs von OME in der Ukraine ziemlich mächtig enttäuscht hat (das australische Produkt taugt halt eher für den Eissalon und ich war auch so naiv das ein Gebrauchtes noch brauchbar sein könnte) – haben wir einer Empfehlung eines Suzukifahrers geglaubt und uns das sowohl preislich als auch technisch attraktive Fahrwerk von HM4x4 gegönnt. Sehr schön finden wir die zerlegbaren Dämpfer, welche im Bedarfsfall beim Hersteller überholt werden können – günstiger als neu kaufen.

Leider sind aber die hinteren Federn so wie wir sie bestellt haben, definitv zu weich – der Jimny hat nen Hängepopo. Kann nix. Mal auf italienisch reklamieren…

 

 

Veröffentlicht unter Jimny

Das erste Meeting zur Transsylvania 2019

…und schon die ersten weniger erfreulichen Nachrichten. Thorsten, unser stets gut gelaunter, immer für jeden Unfug offener, voll motivierter Rennmechaniker/Bachüberquerer/Langstreckenläufer/Teileorganisierer wird uns 2019 bei der Transsylvania leider nicht begleiten können.

*SCHNIEEEFF*

Na ja, wir melden weiterhin einen Mechaniker und harren der Dinge, vielleicht ändert sich ja noch alles, vielleicht ergibt sich was, wer weiß?

Trotzdem – mit Thorsten war´s einfach genial…

We did it again – Transsylvania Trophy 2019

Nachdem die Transsylvania Trophy von Christian und seinem Team wirklich hervorragend organisiert wurde und uns einen riesen Spaß gemacht hat – haben wir uns für 2019 gleich wieder angemeldet.

Das Konzept scheint aufzugehen – die Veranstaltung ist bereits ausgebucht.

Wir werden die Startnummer 21 haben, da mein Geburtstag auch am 21. ist, werte ich das mal absolut als glückliches Vorzeichen und wir werden wieder unser Bestes geben.

Bis dahin – noch ne Menge zu tun…

Aber die Ukraine lässt uns nicht mehr los – zu gut die Erfahrungen mit Land und Leuten.

Sponsoring ist eine feine Sache

Nun ja, nachdem unser Ukraineeinsatz bei der Transsylvania Trophy mit dem siebenten Platz durchaus ein Erfolg war, gab es auch nach der Trophy noch einen Grund zu Freude.

Nicht nur, das unsere Sponsoren uns wirklich toll unterstützt haben, nein, Arjan von jimnyparts.nl hat uns die geborgten Ersatzsteckachsen nun noch zu einem wirklich Sonderpreis überlassen. Sehr beruhigend für den Fall der Fälle, immer einen kompletten Satz dabei zu haben.

Nachdem die Dinger nun weder leicht noch handlich sind, werden wir noch eine Transportkiste dafür zimmern, dann sind sie zwar noch schwerer und unhandlicher, aber immerhin fliegt nichts rum, sondern kommt unserem Sinn nach Ordnung entgegen.

Also, wenn wer gebrauchte Jimnyteile braucht: 

Und wenn Ihr dabei noch Grüße von uns ausrichtet, freut sich Arjan ganz bestimmt 😉

2. Rückreisetag: Ungarn – Graz

Also, nach dem formidablen Frühstück ging es ganz entspannt weiter, alle gezeichnet von den Anstrengungen der letzten Tage, nach Hause – dem Alltag entgegen.

Froh dann am frühen Abend gut angekommen zu sein mit der Erkenntnis:

Nach der Rallye ist vor der Rallye!

Sprich, Arbeit wartet auf uns. Kermit braucht Zuwendung, bei Martin steht noch ein richtig mächtiges Gerät mit 6 Rädern, das vorher fahren soll und Thorsten haben wir mächtig mit dem Offroad-Virus infiziert, ich denke, da werden wir demnächst auch zu berichten haben.

 

1. Rückreisetag: Ukraine – Ungarn

Freitag, Rückreisetag 1.

Zuerst schlappe 80km mit dem etwas angeschlagen torkelnden Kermit zurück zum ersten Hotel, wo der Wrangler und die Anhänger parken. Aufladen und für die nächsten 40km auch eine gute Stunde gebraucht. Ja ja, die Straßen.

Dort an einer Tankstelle den ERSTEN GUTEN Espresso der Ukraine bekommen und die Autos waschen lassen (wenn man schon mal da ist). Zwei junge Männer mit zwei Hochdruckreinigern waren schwer motiviert. Musste man zwischendurch mal etwas bremsen, 2min auf einer Stelle mit 3cm Abstand wäre doch etwas zuviel des Guten.

Anschließend zum Grenzübergang. Ja, Ungarn nimmt den Grenzschutz ernst. Finde ich gut. Na ja, 5 Stunden später etwas weniger aber okay, wenn man das den ganzen Tag macht wird man vielleicht so gründlich.

70km durch Ungarns wunderbare Straßen und unser tolles Hotel hat uns wieder – und dazu ein mega Abendessen.

Ein gelungener Ausklang zusammen als Team.

 

5. Renntag

Donnerstag – der 5. und letzte Renntag

Martin geht es in der Früh zum Glück etwas besser, trotzdem wird heute Thorsten mein Copilot sein. Der Orga habe ich es gemeldet, ist okay. Danke!

Heute ist die Tagesetappe nur 47km lang, unser Autolein ist mächtig angeschlagen, ergo stellen wir heute keine Rekorde mehr auf. Tag 3 + 4 zusammen waren wir 12., trotzdem im Gesamtranking auf Platz 6.

Um es kurz zu machen – es war fahrerisch eine ruhige Etappe. Thorsten machte seine Sache sehr gut und ihm zu liebe ließ ich Kermit ein paar mal feste röhren – einfach so, nur zum Spaß. Landschaftlich toll, eine einstündige „Zwangspause“ kam uns auch gelegen.

Das er uns so nebenbei zeigte, das er nicht nur ein hervorragender Schrauber ist, sondern navigieren für ihn kein Fremdwort ist, machte die ganze Sacher so richtig rund. Ich denke, wir werden Thorsten öfter noch IN einem Trophyauto sehen 🙂

Am Ende noch DIE Sonderprüfung:

Aufgabe: ein Beifahrer (Thorsten natürlich) muss den 23m breiten Fluß trocken außerhalb der Autos überqueren. Nein, nicht am Dach – ohne das Auto zu berühren. Die anderen dürfen auch nicht nass werden (das Leichtgewicht könnte man easy drübertragen ohne groß zu schnaufen). Gedacht war, mit dem Windenseil eine Art Slagline und mit der zweiten 30m Schnürl, welches mitzunehmen war, eine Halteleine. Viel zu Aufwendig. Kermit rüber, mit dem Defender Kermits Windenseil abrollen (des Defenders Winde spinnte…) und fest spannen, Thorsten hangelt sich rüber.

UND WIE ER DAS MACHTE!

Ganz großes Kino:

Foto by Meggi Gau – 4WDlive

War bei dieser Sonderprüfung auch Rekordzeit.

Nebenbei fiel Thorstens Handy in den Bach, aber ein Samsung hält so was aus, rausgefischt, ging ganz normal. Ein teures Fallobsttelefon wäre ein Fall für die Tonne gewesen. Foto by Meggi Gau – 4WDliveFoto by Meggi Gau – 4WDlive

Die letzten Meter bis zum Ziel waren für mich emotional bewegend, zu viel hat sich in den Tagen vor uns während der Trophy getan, zu viele Sinneseindrücke, gelebte Freundschaft, Teamgeist, Esprit und auch Anstrengung lagen hinter uns, plötzlich kam alles hoch und trotz allem – es war wunderschön.

Kermit war echt tapfer:

Im Hotel flogen dann gleich mal ein paar in den Pool – sehr zur Freude der Hotelleitung:

Abends war dann Siegerehrung – hier das gesamte Orgateam:Unsere Freunde aus der Ukraine, das Team APEX konnte mit einem SENSATIONELLEN letzten Tag nochmal zwei Plätze gutmachen und haben uns auf den 7. Platz geschoben. Wir sind aber wirklich sehr zufrieden und müssen ganz ehrlich sein – ohne ihre Hilfsbereitschaft wären wir nicht sicher, überhaupt das Ziel erreicht zu haben.

Danke nochmal an Roman und seine Freunde sowie an Christian und Romy mitsamt der kompletten Orga die dies möglich gemacht haben.

Weiters möchte ich mich an dieser Stelle bei denen bedanken, die an unsere Idee geglaubt haben und uns unterstützten:

  • Stahlbau Leicht GmbH – Familie Krenn
  • Competence
  • Tachoservice
  • SK 4×4 Sports
  • Jimnyparts.nl
  • Unsere Mädels, die so nen Blödsinn zuließen
  • Gerald und Wolfgang, die mit dem Landrover die zweite Teamhälfte stellten
  • und natürlich bei Thorsten, der immer sofort mit Blaumann, Werkzeug und guter Laune zur Stelle war, kaum waren wir vom Tag zurück und eine absolute Bereicherung unseres kleinen Teams darstellt.

2019 sehen wir uns wieder!

 

4. Renntag

Mittwoch – der 4. Renntag.

Nach einem langem Abend, den wir nach der Schrauberei am Lagerfeuer ausklingen ließen und einer Nacht im Zelt „wie tot“, ging es heute früh los. Start der Etappe um 8:00. Nicht ganz, wir waren ein paar Minuten später dran, 8:33. Durchs Gatschloch vor dem Camp, zurück auf die Asphaltstraße in engem Bogen. Voll motiviert, Allrad raus, Heck schwanzeln lassen – jaaaa, so beginnt ein Tag würdig. Geht auch im 2. noch quer. Herz, was willst Du mehr?

Das unsere Stoßdämpfer wirklich nur mehr dazu da sind, die Ausfederwege zu begrenzen, wird uns schön langsam klar, auch Thorsten meinte nach der gestrigen Wartungsorgie, er musste ALLE Schrauben am Fahrwerk nachziehen, es war alles locker. Und er hat JEDEN Tag äußerst gewissenhaft alles angeknallt was geht.

Also, heute stellen wir keine Rekorde auf, das ist uns klar. Zusätzlich ist heute der Tag der längsten Etappe. Wir stellen unsere Ernährung gleich komplett auf Powerbar um, das Lunchpaket kostet zu viel Zeit.

Fahren fahren fahren. Immer öfter schlägt Kermits Federung durch, es kracht, es schleift, wir merken, ankommen lautet die Devise. Das Gelände ist sehr selektiv, es fällt zusehends schwerer mit dem Auto noch ohne unschöne Manöver alles zu bewältigen.

Einmal fast gekippt, war nicht schön. Gerald bemerkt an seinem Landy nachlassende Dämpferwirkung, wenn der wüsste, was bei uns noch dämpft (nix mehr!).

Bergab heiße Bremse, extremes Fading, Pedal fast bis zum Bodenblech. Kermit ist tapfer, wir mit ihm.

Nur nichts mehr kaputtmachen.

Unser befreundetes Team „Die Puchianer“ müssen ebenfalls ihre Lenkstange reparieren, dummerweise in einem extrem steilen Hohlweg. Wir können nur warten. Mehr Hände machen manche Reparaturen nicht unweigerlich schneller.

Dachte, ich schaffe es noch bis ins Hotel, nix da, die Natur will ihren Lauf, Steinmännchen gebaut.

Endlich gehts weiter, sehr sehr steiler Abstieg, nicht lustig ohne Dämpfer, jegliche Unruhe, welche man ins Fahrzeug bringt, baut sich nicht mehr ab, sondern schaukelt sich auf. Nicht ungefährlich. Sind heilfroh als wir den Asphalt erreichen.

Die letzten 20km sind nur noch Asphalt, bei 60km/h bekommen wir Angst und lassen es gut sein. Vor allem Kurven sind nicht lustig, das schaukelt wie wild.

Sogar dicke fette Holzlaster überholen uns.

Im Hotel sind wir richtig froh es geschafft zu haben.Thorsten sofort fleißig, als ich ihm zeige, wie lange Kermit nachschaukelt, als ich ihn anwippe, ist er entsetzt.

Abendessen im neuen Hotel ist hervorragend, aber Martin hat ein anderes Menü, muss draußen sitzen, verschwindet gleich nach dem Essen im Zimmer.

Als ich etwas später ins Zimmer komme – oh mein Gott. Martin hat Krämpfe in den Beinen, Schmerzen allüberall, sieht aus wie frisch ausgekotzt. Tabletten und Schlafen – ich hoffe, morgen wird es halbwegs besser, aber das er morgen nicht fahren kann, ist klar. Ich alarmiere mal Thorsten, das der letzte Tag ihm der Beifahrersitz gehören wird.

Mache mir echt Sorgen um Martin. Nicht schön. Schlafe trotzdem sofort ein.

3. Renntag

Dienstag – der 3. Renntag.

Gestern lief es für uns super, wir sind motiviert.

Zuerst einige Kilometer Asphalt. Von hinten kamen unsere Freunde mit den VW Anoraks. Gerald sieht die (sonst sieht der nie was im Rückspiegel, ehrlich, aber Feind wird gesehen, da hat er ein Radar dafür) und macht sogleich „Ofentür auf, Kohlen rein, gib ihm). Okay, so einfach lasse ich mir nicht die Wurst vom Brot klauen. Also, Schub. Haben zwar gestern beim Trial den Stabi gekillt und es wackelt wie Sau, aber Angst, Geld und Verstand haben Andere, deshalb heißt die Parole: DREHZAHL. 4000 mindestens, ahhh, die Amarokse kommen nicht mehr näher. Voll Linie fahren, sonst hüpft unser Kermit ohne zu quaken von der Straßen. Nun ab nach links, Offroad.

Diesmal geht es durch das bislang härteste Gelände ,ganz oben am Berg eine alte Mititärbasis (oder etwas in der Art), dort sind angeblich drei versteckte Checkpoints. Grad oben – Regen. Nein, nicht ein bisschen. RICHTIGER Schütter. Also geben Wolfgang und Martin mal die Koordinaten der nächsten Punkte ein, Gerald und ich gehen Scheibchen in kleinen Kübelchen suchen. Gerald hat so gar keinen Bock und sitzt bald wieder im warmen Auto, ich suche durch die Ruine. Gruselig. Wie so ein „End-of-the-World-Egoshooter-auf-der-Suche-nach-den-Komponenten-für-die-finale-Atombombe“ oder so. Knöcheltiefes Wasser. Hurra, Scheibchen gefunden. Schuhe nass, Hose nass, Jacke nass, einzig der Helm war dicht.

Draußen noch den zweiten Checkpoint gefunden, den Dritten hab ich mir geschenkt. Macht keinen Spaß alles alleine zu machen, irgendwann wenn man ur mehr nass ist.

Weiter gehts, andere Teams sind schneller. Germanen haben manchmal eine sehr nette Art, ihren Standpunkt zu vertreten. He, wir wollten die vor uns auch überholen aber egal, lass gut sein. Plötzlich können wir gar nicht mehr schneller, der Landy ist im Notlauf, dreht nur mehr bis 2000rpm. Ups, und warum ist das Kühlmittelthermometer von Kermit am Anschlag? Verd… Heizung und Gebläse voll auf. Hoffentlich überlebt unser kleiner braver 1300er das.

Rechts ran. Alle vorlassen. Das manche es toll finden beim Vorbeifahren noch mal Gatsch zu spritzen – danke. Wünsche Euch nen eingewachsenen Zehennagel oder so. Egal.

Kermit hat nen komplett mit getrocknetem Lehm zugekleisterten Kühler. Da kann der Kleine nur heiß werden. Wasserreserven her. Die Stoßdämpfer machen auch langsam schlapp. Merke: OME ist gut zum Urlaub fahren, für eine Trophy vielleicht nicht erste Wahl. Und gebraucht bei Ebay war ne blöde Idee. Die Federn setzen sich auch schon zusehends. Verd…

Der Landy bleibt im Notlauf.

Paar Kilometer später, ein Aufmerksamkeitsfehler von Gerald, Lenkgestänge verbogen, aber bei ihm das zwischen Lenkgetriebe und Achsschenkel. Geradebiegen wie gewohnt? Nein, der Trick mit der Winde klappt nicht, verbiegt sich wieder. 

Ach ja, der linke Vorderreifen hat auch ein Loch, es läuft nicht.

Unser Freunde aus der Ukraine kommen vorbei, aber nicht nur das. Roman springt aus dem Auto, liegt sofort unterm Landy, meinte blöd und ENTSCHULDIGT SICH KEIN ERSATZTEIL FÜR UNS DABEI ZU HABEN. So was gibt es, echt! Supernette Leute hier.

Wir bauen das Lenkgestänge aus und zu dritt zwischen zwei Bäumen biegen wir es so gut es halt geht gerade. Langsam weiterfahren, nicht im Stand lenken. Toll, die Sektion ist noch durchaus schwierig und anspruchsvoll.

So kämpfen wir uns mühevoll ins Camp. Heute Nacht wird im Zelt übernachtet. Ja, tolle Idee. Brauchen wir heute echt. Mal an Thorsten eine SMS geschrieben, im Wrangler ist so ein OBD-Dingens um Fehlerspeicher auszulesen.

Im Camp dann die Ernüchterung – falsches OBD-Dingens aus dem Wrangler mitgenommen. Dieses hier ist zum Codieren des Wranglers, sonst für nix. Okay, also schnappe ich mir Geralds Toyo und fahre zurück zum Hotel 1, wo der Wrangler parkt.

Der Rest vom Team bekommt inzwischen Unterstützung von Roman und Michael, unseren neuen Freunden aus der Ukraine. Roman meinte gleich „diese Lenkstange ist für Straße, nicht Gelände.“ Ja, das dachte ich mir auch schon, Kermit hat lockere 1000kg weniger und die Lenkstange ist gleich dick…

Roman telefoniert, er meint nur: „Es kommt ein Freund von LandRover, hat Teil und Diagnosetester mit und anderer Freund repariert Lenkgestänge“

Es dauert alles etwas, ich fahre knapp 2 Stunden für zwei mal 41km (Die Straßen sind echt nicht so toll, aber aufregend), am Defender wird ein Ladeluftschlauch mit Riss gefunden, das Rad gewechselt, wir staunen über ukrainische Reparaturlösungen (und haben was dazugelernt, aber DAS bleibt unser Geheimnis), der Einbau des geflickten Schlauches ist bescheiden (wer das konstruiert hat, sollte besser was Anderes machen, ehrlich), beide Landrover Lenkgestänge kommen nach drei Stunden perfekt verstärkt wieder – natürlich sogar lackiert.

Die Preise für diese Leistungen waren absolut toll – um das Geld bekommt man bei Uns mit Glück die Anfahrt, aber keine Hilfestellung. Wir mögen die Ukraine.

Ohne Roman und sein Netzwerk hätten wir hier und jetzt aufgegeben, aber so können wir morgen weiterfahren.

Kermit lief heute brav, aber wir merken, es ist hart für ihn.

2. Renntag

Montag, der 2. Renntag

Heute sollte ein etwas einfacherer Tag werden. Nun ja, ganz ohne war´s gestern auch nicht.

Und nachdem wir am 1. Tag NICHT EINE dieser blöden Beilagscheiben, für welche es 25 Minuten Zeitgutschrift gegeben hätte, ergattern konnte, namen wir uns vor, heute welche zu finden. Was heißt da welche? ALLE wollten wir finden. Kann ja sooo schwer nicht sein.

Also fuhren wir. Ambitioniert, aber ohne zu stressen, flott, aber bedacht, das es erst der 2. Tag ist. Es lief. 300m nach Einfahrt ins Gelände, gleich mal festgefahren. Blöde sautiefe Spurrillen. He, Kermit hat nur 30″ Reifen, weniger Bodenfreiheit als alle anderen nahezu und der Fahrer ist noch nicht warm. Na toll, hinter uns schon die VW Anoraks ungeduldig. Sollen warten mit ihrem Baustellenfahrzeug. Seil raus, hops, geht schon wieder. Weiter. Nun besser konzentrieren, war mein Fehler. Ah, jetzt flutscht es. Gas geben, bessere Linie suchen, es läuft. Anoraks im Wald mit viel Gatsch abgehängt. So soll das.

Am Nachmittag Sonderprüfung. Trial. Cool, das passt für unser Auto. Nur ich nervös wie Sau. Martin angeblafft (sorry!) Aber das Auto wird es schon richten, ein Jimny und Trial ist super. Denkste. Erstes Hügelchen, aufgesessen, Windeneinsatz. Blöd. Ärger mich. Käse. War das Auto gestern nicht noch höher? Oder täuscht das?

Nächstes Tor. Man ist der wendig. Hier mussten alle reversieren – ich nicht. Martin macht den Einweiser. Ich mache nur was er sagt. Okay, die eine Stange ummähen hat er mir nicht angesagt, aber bitte – ich bin vorher noch nie Trial gefahren. Dann noch eine steile Sektion bergab – Martin meint das geht, ein Typ von der Orga schreit Stop, zurück. Martin sauer – er gibt das Kommando. Trotzdem zurück, nochmal, geht ja. Beim Verschränken schleifen die Räder lustig im Radhaus. Denk mir nix. Durchs letzte Tor. Lauf beendet. Uiii bin ich froh. Alle meinten, war ganz gut, Ich wusste, das geht besser.

Aber okay, ist halt so. Wir werden Trialen üben gehen. So kanns ja net sein.

Gerade als wir wegfahren wollen, ein lustige Anblick. Unsere Freunde aus der Ukraine (der Trial war für einen Defender mit Portalachsen nicht ganz ohne) haben eine Zeitkarte nicht gestempelt. Die entzückende Copilotion des G 4×4² läuft zurück zur Orga. Was die Beinchen hergeben. Das sag schon lustig aus, aber ein geschätzt 3 Tonnen schwerer G mit Portalachsen (man gönnt sich ja sonst nichts) eilt hinter ihr her wie der Brontosaurus hinter der Gazelle. DEN Anblick vergisst man nie 🙂

Kermit beim Zieleinlauf

Abends dann – ESSEN. Bissl Schrauben auch (Thorsten wie immer voll motiviert, machte uns zur Zielankunft die Welle), aber ESSEN.

Habe meinen ersten Poscht gegessen. Nicht nur weil die süße Kellnerin meinte, das muß man probieren (aber auch). Und – ich habs nicht bereut. SOOO gut. Gleich noch einen Teller. Armer Cookie, da ist Kraut drin.

Als die Tagesergebnisse ausgehängt werden, trauten wir unseren Augen kaum. Drittbester! Gesamt nun auf Platz 5. Oh wie freuen wir uns. Das kann was.