The „mighty“ Kermit

So, ein Schrauberabend geht zu Ende.

Nach diversen Unpässlichkeiten beim Entlüften der Bremse und deren Lösung waren wir der Meinung – jetzt gehört gefahren.
Sofort.
Cookie baute die Sitze ein, ich die Scheinwerfer und Rückleuchten und dann – einmal um den Block.

Und, was können wir sagen: Das Strahlen in unseren Augen ist wieder da.

Kermit lebt!

300cm³ zusätzlich sind schon beim Anfahren zu spüren, die Sportkupplung kommt knackig, die Bremse hat vielleicht doch noch ein bisschen Luft im System aber prinzipiell:

WIR SIND WIEDER DA!

Was kennzeichnet Kermit 2020?

„Neuer“ Rahmen, gestrahlt, verzinkt und lackiert
10mm mehr Bodylift, nun 60mm
1,6L 16V Motor aus dem Vitara, 97 statt 80PS, 132 statt 104Nm
Verstärkte Sportkupplung
Innenbelüftete Bremse aus dem Dieseljimny
Komplett neue Abgasanlage inkl. Katalysator

Noch Radlaufverbreiterungen, Winde, Abschleppösen, Stoßstangen…

Weiters geplant: Ölkühleranlage

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800rpm

800 mal pro Minute sollte sich die Kurbelwelle unseres kleinen Kermit um ihre Längsachse drehen – doch aufgeregte 1700-1800 mal waren die Realität nach dem Motorumbau.

Leerlaufsteller putzen ist bei Suzuki nicht so einfach, dazu benötigt man einen Torxschlüssel mit 5 statt 6 Zacken – doch jetzt ist alles wunderbar und wieder können wir etwas abhackeln.

Dass ich jedoch genau zu meinem Geburtstag von Florian eine Videobotschaft bekomme UND er heute das ERSTE mal ALLEINE mit dem Bus zur Schule gefahren ist, macht schon etwas gerührt 🙂

Der Jimny läuft!

Endlich läuft Kermit wieder. So trivial war der Motorumbau inkl. Rahmentausch dann doch nicht, dass man es als plug&play bezeichnen hätte können, aber immerhin – jetzt funktioniert das Meiste.

Wir sind aber auch in etliche Fallen getappt:
Masseleitung vergessen, Kraftstoffpumpe nicht angesteckt zwischen Rahmen und Karosse, Nockenwellenrad falsch montiert (Suzuki verwendet das selbe Nockenwellenrad für SOHC und DOHC Maschinen, beim SOHC muss der Passstift bei E wie Exhaust stecken. Absolut nicht beachtet beim Zusammenbau. Stift in Loch, passt schon…)

Ergo dauerte der Erststart auch länger als gedacht, aber nun läuft er. Anscheinend ist durch die Zwangspause noch der Leerlaufsteller festgegammelt, Leerlauf viel zu hoch und regelt nicht sauber. Okay, das bekommen wir auch noch hin.

Aber es tut so gut, endlich wieder einen Kermit zu sehen, der rollt, aussieht wie ein Auto, Lebenszeichen von sich gibt und NUR mehr fertig zusammengebaut werden muss.

Zeitstress haben wir allerdings keinen mehr:
Sowohl die Transsylvania Trophy 2020 als auch die Gradisca 2020 sind abgesagt 🙁
Dies tut uns für die Veranstalter unendlich leid, wer jemals etwas organisiert hat, kann erahnen, was so eine Absage bedeutet.
Aus diesem Grund haben wir Christian von der Transsylvania auch unsere Loyalität ausgesprochen, das Geld im Topf gelassen und sind so gleich für 2021 angemeldet.

Und bis dahin fährt Kermit definitiv wieder besser denn je zuvor 🙂

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More power! Und ein paar Pleiten…

Weiter gings:

Der G16B und der G13BB wollten anständig verheiratet werden. Sprich – Tauschen sämtlicher Anbauteile.

Natürlich sind es nicht nur An- sondern auch EINBAUTEILE, welche umgebaut werden müssen. In diesem Fall die Nockenwelle. Die unseres G16B hat noch den Abtrieb für einen Zündverteiler (oldschool), die des Jimny das Inkrementalrad für die ruhende Zündspannungsverteilung.

Also erstmal alle 16 Kipphebel entspannt durch Lockern der Einsteller, dann die Nockenwellen raus und getauscht. Klarerweise alles mal 2. Zwischendrin alles schön sauber gemacht und natürlich mit chirurgisch korrekten Gummihandschuhen gearbeitet (auf den Fotos leider die falschen Handschuhe – mit denen greife ich KEINE Nockenwelle an).

Hier Kermits altes Herz. Kaum Ablagerungen – so sehen Motore aus, welche in letzter Zeit anständig getreten wurden 🙂

Der Zylinderkopf des G16B hatte in seinen letzten Jahren anscheinend billiges Öl und viel Kurzstrecke gesehen – die goldbraune Färbung mag ja hübsch aussehen, aber so toll sind solche Ablagerungen nicht. In Zukunft bekommt er nur mehr bestes Öl (10W-60 für die zu erwartenden hohen Öltemperaturen) und regelmässige Ölwechsel und dann sind die Ablagerungen auch bald weg.

Motor schrauben mag ich sehr

Martin war einstweilen gar nicht faul, zuerst wollte er die belüftete Bremsanlage des Dieseljimnys anbauen – aber leider falsche Bremsscheiben UND falsche Beläge bestellt (mein Fehler!).

Also hat er für den Halter der Umlenkrolle eine Adapterlösung ausgetüftelt, welche zwar nicht besonders schön, aber sehr funktionell ist.

Als ich das Ventilspiel neu einstellen wollte, glänzte der Fühlerlehrensatz durch geschlossene Abwesenheit.

Beim Zerlegen dann festgestellt, das unsere Lichtmaschine an akuter Gatschvergiftung gestorben ist – toll, wieder 108€ weg.

Also die Ansaugung umgebaut – das hat mal erstaunlich gut funktioniert. Als ich dann die Einspritzdüsen des G16B in die Ansaugbrücke des G13BB bauen wollte – ja wo sind sie denn? Nicht aufzufinden…

Final dann draufgekommen, dass beim G16 die rechte Position der Motorlagerung 25mm verschoben ist. Passt also auch nicht Plug&Play.

Gut, es ist halb zwölf, wir sind müde – Licht aus, Tür zu, ab unter die Dusche. Teilerfolg…

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+300ccm. – Rost.

Dem Umbau des Rahmens gingen ja langwierige Arbeiten zuvor: Das Sandstrahlen erforderte mehrere Anläufe (merke – geh gleich zum Fachmann), das Verzinken hingegen klappte dann auf Anhieb. Anschließend das Ganze schwarz gestrichen und schon konnte es losgehen:

Wie immer perfekt von Martin vorbereitet

Zum Glück hatten wir noch zusätzliche Hilfe – zusammen mit Christoph ging es gut zur Hand, 6 Hände sind bei dieser Arbeit echt super.

Motor und Getriebe wurden nahezu problemlos getrennt – irgendeine Schraube übersieht man gerne, aber war kein Thema. Anschließend raus damit – so macht das Spaß.

Abbau von Kühler und Lenkgetrieb waren die nächsten Schritte, dann musste das Verteilergetriebe weichen. ALLE Schrauben gingen auf – Suzuki verbaut definitiv bessere Schrauben als z.B. VW (die gehen nach einem Winter schon nicht mehr auf).

Einige Stunden später steht die ganze Pracht vor uns. Wie ein großes Modellauto.

Ergo gleich weiter. Den 1600er vorbereiten. Bislang nahezu problemlos – nur der Halter für die Spannrolle passt nicht 1:1 an den höheren Block. Aber Martin hat wie immer sofort eine Lösung in peto.

the „Boss of small blocks“ 🙂

Für ein „normales“ Auto immer noch eine kleine Steigerung. 300ccm, 17PS, 28Nm. Für Kermit eine neue Welt. Sind schon sehr gespannt.

EIne andere Welt

50% unseres Teams – also ich – machen eine verschrfte Zusatzfahrausbildung in Vietnam, während die andere Hälfte wie schon beschrieben auf der Gradisca 4×4 die Ehre des Racing out of Money-Teams hochhält.

Aber zurück zu Vietnam. Wie fährt man hier Auto? Sehr interessant das Ganze. Es gibt nur eine Regel: SCHAU NACH VORNE. Was vor Dir passiert, dafür bist DU verantwortlich. Seitlich wird eh gehupt, von hinten ebenso. Zusätzlich keine ruckartigen Bewegungen, immer voraussehbar agieren und das funktioniert. Sieht ehrlich gesagt weit chaotischer aus, als es ist. Man rollt immer irgendwie dahin und schön langsam finde ich meinen Spaß daran.

Vietnam ist ein sehr sympathisches Land, lauter nette Menschen, kein aufgesetztes, sondern ehrliches Lächeln, meine langen Haare sind besonders interessant, den hier hat so was kein Mann.

In diesem Sinne: JO! Das heisst Prost auf Vietnamesisch 🙂

Intermezzo

Theoretisch würden wir ja schon wieder soooo gerne an Kermit weiterbauen. Konzeptionell sind wir auch schon locker fertig.

Praktisch steht da noch eine SR in der Werkstatt (siehe auch www.hombre.at), welche der Fertigstellung hart, Martin ist gut eingespannt und ich hab auch einen Job, der zwar unter anderem meinen Anteil an Racingoutofmoney erwirtschaftet, aber eben ab und an intensive Reisetätigkeit erfordert. Deshalb geht es morgen für 3 Wochen nach Vietnam auf Erprobung und Kermit´s sanierte Karosse ruht weiterhin gut am Anhänger. Die Gradisca 2019 wird von Martin mit seiner Frau bestritten und, weil Kermit einfach nicht fertig ist, darf mein Alltagsauto ran.

Ich wünsche den Beiden auf jeden Fall gaaaaanz viel Spaß und gute Fahrt!

Kermit kommt wieder heim

Heute hat Cookie das Vergnügen, Kermit wieder nach Hause zu holen. Damit er nicht alleine fahren muss, hat er super Verstärkung von Kurt. Alleine ist es auch nicht so lustig wie zu zweit.

Erste Fotos vom geschweissten Body machen Lust aufs Zusammenbauen:

Die Vorher-Bilder erspare ich uns allen 😉

Kermit auf Reha

Ja, es war zu befürchten. Kermits Zustand war Altersebedingt und seinem bewegten Vorleben wegen wirklich nicht mehr so prickelnd – wir berichteten.

Deshalb ist Kermit nun in eine Rehaklinik in „WeitWeitWeg“ für einen ca 2-3 wöchigen Schönheitsaufenthalt eingeliefert worden.

Der ganze Kermit? Nein, nur die obere Hälfte. Die Untere steht brav daheim und harrt der Dinge, die da kommen mögen.

Wenn man mit Anhänger durch den Freitagsverkehr schön gemütlich fährt, tut dies dem Verbrauch des Zugfahrzeugs auch ganz gut: